http://www.schulobst.nrw.de/allgemeine-informationen/daten-und-fakten.htmlMacht eine Schule in Wuppertal mit?
Daten und Fakten
Das EU-Schulobstprogramm NRW wird seit dem Frühjahr 2010 vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen organisiert. Aktuell nehmen 453 Schulen an dem Programm teil. Damit werden rund 85.000 Kinder erreicht.
Neben der Versorgung mit frischem Obst und Gemüse, steht die pädagogische Begleitung des Programms im Vordergrund. Begleitende Aktionen wie Unterrichtseinheiten, Aktionstage, Bauernhofbesuche und dergleichen, sollen das Programm in seiner Wirksamkeit unterstützen.
Was sind die Ziele des EU-Schulobstprogramms NRW?
Obst und Gemüse schmecken lecker und machen fit für den Schulalltag – kurz: Obst und Gemüse gehören zu einer gesunden Ernährung einfach dazu. Fünf Portionen täglich sollen es sein. Doch der Obst- und insbesondere der Gemüseverzehr von Kindern liegen deutlich unter der von Fachgesellschaften empfohlenen Menge. Ziel des EU-Schulobstprogramms ist es daher, mit einer kostenlosen Extra-Portion Obst und Gemüse den Schülerinnen und Schülern Obst und Gemüse wieder schmackhaft zu machen und bereits mit Beginn der Schulzeit ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten nahe zu bringen. Dadurch soll der Obst und Gemüseverzehr nachhaltig gesteigert und durch die pädagogische Begleitung des Programms die Ernährungskompetenz der Kinder gefördert werden.
An wen richtet sich das EU-Schulobstprogramm NRW?
Zielgruppe des EU-Schulobstprogramms NRW sind Grundschulen und Förderschulen mit Primarstufe des Landes NRW. Das EU-Schulobstprogramm NRW richtet sich bei Grundschulen an alle Kinder der Klassen 1 bis 4, also an die gesamte Grundschule. Für Förderschulen gilt: teilnehmen sollen alle Kinder der Primarstufe (1-4). Zudem können Einsteigerklassen und die Klassen 5-6 mit einbezogen werden, wenn z.B. klassenübergreifender Unterricht stattfindet. Mittel- und Oberstufen können nicht berücksichtigt werden.
Was bedeutet die Teilnahme am EU-Schulobstprogramm NRW für die Schulen?
Die Schulobst-Schulen können Ihre Schülerinnen und Schüler regelmäßig mit Obst und Gemüse versorgen. Das Obst und Gemüse wird von zugelassenen Schulobstlieferanten geliefert. Nach der Zubereitung des Obsts und Gemüses wird es von den Kindern meist in der gemeinsamen Frühstückpause gegessen. Neben dem Verzehr von Obst und Gemüse legt das EU-Schulobstprogramm einen Schwerpunkt auf begleitende Aktionen, wie z.B. die Thematisierung gesunder Ernährung im Unterricht, die Durchführung eines Projekttages, den Besuch einer Landfrau im Unterricht oder die Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes.
Warum können die Schulen zwischen einer 5-tägigen Förderung und einer 3-tägigen Förderung wählen?
Relevante Studien im In- und Ausland und die Auswertung der Pilotprojekte in Mannheim und Dortmund weisen darauf hin, dass ein positiver Einfluss auf den Verzehr von Obst und Gemüse bei einem täglichen Verzehr am wahrscheinlichsten ist. Doch die Rückmeldungen einiger Schulen deuten darauf hin, dass in Einzelfällen die Portionsgröße von 100g zu groß ist. Auch ist der Aufwand für eine 5-tägige Förderung zumindest bei Einführung des Programms an der Schule relativ hoch einzuschätzen. Dies könnte durch eine 3-tägige Förderung vereinfacht werden. Mit der Wahlmöglichkeit soll den unterschiedlichen Vor-Ort-Gegebenheiten an den Schulen Rechnung tragen. Die Schulen können im Falle einer 3-tägigen Förderung selbst entscheiden, ob eine Portion von 100g pro Kind an 3 Tagen pro Woche stattfindet oder an 4 bis 5 Tagen eine verringerter Portionsgröße angeboten wird.
Wie viele Schulen nehmen am EU-Schulobstprogramm NRW teil?
In der Startphase von März 2010 bis zu den Sommerferien 2010 nahmen 355 Schulen an dem Programm teil. Im Schuljahr 2010/2011 waren bereits 454 Schulen mit rund 85.000 Kindern am Programm beteiligt. Für das Schuljahr 2011/2012 ist eine weitere Steigerung der Reichweite vorgesehen.
Wie lange können Schulen im Programm bleiben?
Die Schulbewilligungen für die Teilnahme am EU-Schulobstprogramm NRW sind jeweils für ein Schuljahr gültig. Nach Ablauf des Schuljahres ist eine Rückmeldung der Schulen möglich, so dass sie weiterhin im Programm bleiben können. Die Verstetigung des Programms an den Schulen ist insbesondere für den Erfolg bezüglich der dauerhaften und nachhaltigen Erhöhung des Obst- und Gemüseverzehrs der Kinder wichtig.