http://www.wz-newsline.de/?redid=375112Die Plegemutter hat ausgesagt

Fall Talea: Gericht zweifelt Aussage der Pflegemutter an
von Andreas Spiegelhauer
Überrraschend sagt die 38-Jährige vor Gericht aus. Ihr wird vorgeworfen, ihre fünfjährige Pflegetochter Talea im März erstickt zu haben. Bislang hatte die Angeklagte beharrlich geschwiegen.
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Demnach hat sie das Kind am Nachmittag knapp vier Stunden lang unbeaufsichtigt gelassen. Die Fünfjährige habe sie selbst nach dem Mittagessen darum gebeten, zu Hause bleiben zu dürfen, während die 38-Jährige mit ihrer Tochter (1) ihren damals neun Jahre alten Sohn zu Freunden nach Remscheid brachte.
Auf Nachfrage des Gerichts bestätigte die Pflegemutter, weder vor der Abfahrt nach Remscheid (etwa um 14.30 Uhr) noch bei der Rückkehr (etwa um 16 Uhr) nach ihrem Pflegekind geschaut zu haben: Sie sei davon ausgegangen, dass Talea geschlafen habe.
Erst um 17 Uhr habe sie wieder nach dem Kind gesehen und es in der Wanne rücklings liegend gefunden. Das Kind sei kaum ansprechbar gewesen und habe sich kalt angefühlt. „Ich war total in Panik“, sagte die Pflegemutter vor Gericht. Sie habe das Kind aus der Wanne gehoben und versucht, es zu wärmen.
Wie es dazu kam, dass das Kind überhaupt in eine mit kaltem Wasser gefüllte Wanne stieg, konnte die Angeklagte nicht erklären.